Steißbeinfistel-Operation ohne offene Wunden
und ohne Schmerzen

Worin besteht unsere minimal invasive Steißbeinfistel-Operation?

Wir entwickelten eine Behandlungsmethode, die gleichzeitig radikal und schonend ist. Die Operation erfolgt in Narkose. Zuerst wird der Fistelkanal, wie üblich, mittels einer blauen Lösung gefärbt. Durch einen drei bis vier cm kleinen Hautschnitt wird das Fistelgewebe mit speziellen Instrumenten großzügig ausgeräumt, die Haut wird allerdings nicht abgetragen, sondern vorsichtig abpräpariert. Der entstehende, oft ziemlich große Hohlraum unter der Haut wird dann unter Vergrößerung inspiziert, so können selbst die kleinsten Reste vom blau gefärbten Gewebe oder von Haaren sicher entdeckt und entfernt werden. Nach dem Einführen einer dünnen Silikondrainage wird die Wunde vernäht oder mit speziellem Kleber versiegelt. Auch Eintrittsstellen von Haaren (Poren) werden entfernt und die Wunden dicht verschlossen. Am Ende des Eingriffs verbleiben also keine offenen Wunden.

Bilder aus dem OP-Raum Für größere Ansicht bitte anklicken:

Große Steißbeinfistel mit Ausbreitung zum linken Bein Fistel entfernt, Wunden dicht verschlossen. Rechts auf dem Bild: eingeführte Silikondrainage Entferntes Fistelgewebe mit Haaren 2 Wochen nach dem Eingriff. Vollständige Wundheilung

Die Hautfäden werden in ca. einer Woche entfernt. Sobald die Heilung in der Tiefe abgeschlossen ist, wird auch die Drainage in kleinen Schritten gezogen. Das Tragen (durchschnittlich vier Wochen lang) der dünnen und weichen Drainage bringt keine Unannehmlichkeiten, unsere Patienten haben ab den ersten Stunden nach dem Eingriff so gut wie keine Schmerzen und können sich normal bewegen. Nur in seltenen Ausnahmefällen werden leichte Schmerzmittel gebraucht. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt je nach Beruf drei Tage bis drei Wochen.

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Operation selbst dauert eine bis eineinhalb Stunden. Am nächsten oder übernächsten Tag können unsere Patienten (auch wenn sie nicht in Berlin wohnen) völlig unproblematisch mit jedem Verkehrsmittel nach Hause zurückkehren.

Bleiben die Patienten auch nach der Operation im Kontakt mit dem Chirurgen?

Alle Patienten melden sich, sobald sie wieder zu Hause sind, dann in ca. dreitägigen Abständen – bis zur endgültigen Genesung. Der Verlauf wird also vom Chirurgen ständig kontrolliert.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Von den privaten Kassen werden normalerweise sämtliche Behandlungskosten übernommen. Die gesetzlichen Kassen übernehmen oft die Krankenhauskosten. Die ärztlichen Honorare für Operation und Narkose werden von Patienten privat getragen. Das liegt nicht an der OP-Methode, sondern daran, dass der Chirurg kein Kassenarzt ist.